Projekttage „Leben in Afrika“ (24.05.2016)

Projekttage „Leben in Afrika“

 

Im Rahmen des fächerverbindenden Unterrichtes führten wir vom 17. - 20.Mai 2016 unser Projekt „Leben in Afrika“ mit finanzieller Unterstützung des BMZ durch. Nach einer erlebnisreichen Woche im vergangenen Schuljahr zum Thema „Schatztruhe Regenwald“ wollten wir uns diesmal besonders über das Leben der Kinder und ihrer Familien in den ärmeren Ländern von Afrika informieren.

Aus mitgebrachten Büchern und Materialien stimmten sich die Kinder mit Bildern und Texten ein. Sie wussten schon, dass es vielen Kindern in Afrika nicht so gut geht wie uns in Deutschland.

Jeden Tag arbeiteten alle Schüler in verschiedenen Projektgruppen. Dabei lernten sie z.B. die 11- jährige Joelma kennen, die gern in einer Schule lernen möchte, doch jeden Tag 12 Stunden mit ihren Geschwistern und Eltern auf einer Bananenplantage arbeiten muss, um täglich etwas zu essen zu haben.

In einem Film sahen die Kinder, welchen gefährlichen Schulweg die afrikanischen Schulkinder zurücklegen müssen.

Es wurde auch gebastelt und gemalt. Die Klassen 1 und 2 fertigten sich aus Papprohren einen Regenmacher, mit dem man sowohl Musik machen kann, als auch zur Entspannung nur lauschen kann. In Klasse 3 und 4 wurde der Regenwald in den Schuhkarton „verlegt“. Mit viel Freude und Kreativität gestalteten sie eine Dschungellandschaft mit Farbe und Salzteig. Die Dritt- und Viertklässler lernten mit dem Kinderbuch „Sanggo- der Waisenjunge“ Sitten und Bräuche aus Afrika kennen. Hier wurden auch grausame Mythen und Legenden verschiedener Stämme mit eingebracht. Sanggo zeigte, dass Achtung und Gerechtigkeitssinn immer gute und starke Begleiter im Leben sind.  

Mit den Kolleginnen vom Kinderhaus probierten alle verschiedene afrikanische und exotische Früchte und deren Zubereitung. Das war besonders lecker und interessant. Vielen Dank für die hilfreiche Unterstützung an unsere Kolleginnen.

Besonderen Spaß machte das Turnen und Spielen im Dschungel in der Turnhalle. Es

ging über Schluchten und Wassergräben mit Seil oder Schwebebalken. Wer schlängelt sich mit dem Rollbrett sicher durch die Bäume? Hoch hinaus an Lianen oder Tauen hangelten oder schwangen sich die Kinder und versuchten mutig alles.

Am Freitag fand unser Projekt mit der Gruppe „Black & White“ statt. Die Mitglieder der Initiative kommen aus verschiedenen afrikanischen Ländern und stellten uns die Lebenssituationen und – perspektiven der Menschen dort vor. Beim Singen, Tanzen und Trommeln lernten die Kinder Traditionen und Lebensweisen kennen. Herr Lieberknecht, der Leiter der Gruppe erzählte von sozialen Ungerechtigkeiten und möglichen Hilfen für die Entwicklungsländer, in denen Kinder und Erwachsene auch heute noch teils menschenunwürdig leben.

Am Nachmittag fand zum Abschluss das Mitmach – Konzert statt, zu dem viele Eltern, Großeltern und Gäste gekommen waren. Gemeinsam wurden Lieder gesungen, getanzt und Rhythmen aus verschiedenen Völkergruppen getrommelt und begleitet. Alle hatten dabei viel Spaß und mittendrin einige Kinder der Flüchtlingsfamilien, welche zur Zeit in Bucha leben. Sie waren unserer Einladung mit ihren Familienangehörigen gefolgt und konnten im gemeinsamen Spiel und Singen Kontakte zu den Kindern unserer Schule knüpfen. Der Kuchenbasar zum gemeinsamen  Kaffeetrinken im Anschluss an das Konzert brachte einen Gewinn von über 100 €. Herzlichen Dank an alle Eltern, die sich zum Kuchenbacken bereit erklärt hatten oder mit unseren Kolleginnen vom Kinderhaus beim Verkauf halfen. Frau Bauer und ihre Mitstreiterinnen verkauften außerdem Zuckerwatte und spendeten den Erlös von 30€. Vielen herzlichen Dank auch dafür.

Im rückblickenden Gespräch berichteten alle Kinder von einer erlebnisreichen und interessanten Woche. Viel Neues war zu erfahren und zu erleben.

 

Die Schüler und Lehrerinnen der Grundschule

 

[alle Schnappschüsse anzeigen]